Der während der diesjährigen New York Comic Con (9. Oktober 2021) veröffentlichte Trailer zur vierten Staffel von “Star Trek: Discovery” verrät weitere Details über die Handlung der neuen Staffel. Wir haben uns die einzelnen Szenen etwas genauer angesehen.

Achtung, Spoiler und Spekulation!

Bild: © ViacomCBS (Paramount+)

Storyline

Bereits zum “First Contact Day” im vergangenen April wurde eine erste Inhaltsgabe zur vierten Season von “Discovery” veröffentlicht:

In der vierten Staffel von “Star Trek: Discovery” sehen sich Captain Burnham und die Crew der U.S.S. Discovery mit einer Bedrohung konfrontiert, die ihresgleichen sucht. Da Föderationswelten und Nicht-Föderationswelten gleichermaßen von den Auswirkungen dieser Bedrohung betroffen sind, müssen sie sich gemeinsam dem Unbekannten stellen und zusammenarbeiten, um eine hoffnungsvolle Zukunft für alle gewährleisten zu können.

Zeitgleich mit dieser knappen Inhaltsangabe wurde auch ein kurzer Teaser-Trailer veröffentlicht, zu dem es bei uns auch schon eine ausführliche Analyse gibt.

Am vergangenen Samstag (09.10.2021) folgte schließlich ein zweiter Trailer, der zahlreiche neue Ausschnitte enthält, in Bezug auf die Handlung aber – wie gewohnt – eher vage bleibt. Wir haben die wichtigsten Screencaps zusammengestellt und versuchen, diese einzuordnen und zu interpretieren.

Trailer #2 – Die Analyse


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(1) Der Trailer startet mit einem von Burnhams Augen, in denen sich eine Computergrafik spiegelt. Diese Grafik könnte womöglich eine Analyse der mysteriösen Anomalie sein, die in Season 4 im Zentrum der Handlung stehen wird. Im Off ist die Stimme von Sylvia Tilly zu hören.

“Live is just a blink. It is one heartbeat in the entire life span of the universe”


“Das Leben ist nur ein Wimpernschlag. Es ist (nur) ein Herzschlag in der gesamten Lebensdauer des Universums.”

Augen haben in den “Star Trek”-Trailern und Intros seit einiger Zeit fast schon Kultcharakter – vor allem in “Discovery”. Man erinnere sich nur an das Serienintro und die allererste Szene der Serie, in der das Auge von T’Kuvma zu sehen ist. Aber auch die erste Einstellung von “Star Trek: First Contact” (1996) und der Theatrical Trailer zu “Star Trek: Nemesis” (2002) begannen schon mit einer Einstellung, die ein Auge zeigen.


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(2) Die Discovery trifft auf eine Art Raumanomalie, die das Schiff ordentlich durchrüttelt und scheinbar auch massiv beschädigt.

Scheinbar ist die Discovery das erste Schiff, das eine Begegnung mit der destruktiven Raumanomalie hat.


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(3) In dieser Szene scheint sich Captain Burnham aber wohl eher auf Books Schiff zu befinden. Jedenfalls sieht die Umgebung danach aus.


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Book und Burnham liegen zusammen im Bett und unterhalten sich.

In Season 4 wird scheinbar auch die Beziehung zwischen Cleveland “Book” Booker (David Ajala) und Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) weiter vertieft werden.


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(4) In dieser Szene wird die Discovery zusammen mit einem Asteroidenfeld (oder den Überresten eines Planeten?) in eine Anomalie gezogen.


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(5) Diese Anomalie sieht ein wenig wie ein Auge aus. In ihrem Inneren befindet sich eine rote, leuchtende Kugel. Ist dies womöglich ein Stern?

Eine erste Assoziation, die einem hier in den Sinn kommen kann, ist die Energiewolke, die V’Ger umgab (“Star Trek: The Motion Picture”/”Star Trek: Der Film”, 1979).

Hier sind drei Bilder von V’Ger zum Vergleich:

V’Ger in “Star Trek: TMP” © ViacomCBS

V’Ger in “Star Trek: TMP” © ViacomCBS

V’Ger in “Star Trek: TMP” © ViacomCBS

Eine gewisse Ähnlichkeit ist erkennbar, man achte u.a. auf die roten Leuchtkugeln. Dennoch ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass Season 4 Bezug auf The Motion Picture nehmen wird. Die Erfahrung aus den ersten drei Staffeln hat nämlich gezeigt, dass die Autoren der Serie eher selten in kreativer Weise mit dem gearbeitet haben, was aus mehr als fünf Jahrzehnten “Star Trek”-Kanon zur Verfügung steht.

Denkbar ist aber auch ein Bezug zu den ‘Übersynths’ aus “Picard” Season 1. Die Gerüchte um ein Crossover zwischen diesen beiden “Star Trek”-Serien halten sich nämlich hartnäckig.


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(6) Dr. Culber (Wilson Cruz) behandelt Burnham, die bei der Begegnung mit der unbekannten Anomalie verletzt wurde.

“Captain, Captain, are you with us?”


“Captain, Captain, weilen Sie noch unter uns?”

Wilson Cruz hat auf der NYCC bestätigt, dass Dr. Culber in Season 4 eine Doppelfunktion übernehmen wird. So wird er neben seiner Tätigkeit als Arzt auch als Counselor fungieren.


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(7) Burnham erwacht und freut sich, Culber und Book lebend zu sehen.


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(8) Auch Grudge, Books Katze, ist wieder mit von der Partie.

Hinsichtlich dieser Katze gab es in Season 3 einige Spekulationen. Book nannte Grudge eine “Königin” und im Fandom kursierte die Theorie, dass Grudge womöglich ein Wechselbalg sein könnte oder auch einer anderen formwandlerischen Spezies angehört.


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(9) Die Discovery erreicht die gigantische Sternenbasis, die wir schon aus Season 3 kennen. Im Off ist Burnham zu hören, die einmal mehr zu einem ihrer mittlerweile schon obligatorischen Monologe ausholt.  

“Today, we seek to understand a threat like none our galaxy has faced before.”


Heute versuchen wir, eine Bedrohung zu verstehen, mit der unsere Galaxie noch nie zuvor konfrontiert war.”


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(10) Auch der Oberkommandeur der Sternenflotte, Admiral Charles Vance (Oded Fehr), tritt in Season 4 wieder in Erscheinung. Auch er hat im Trailer einige Textzeilen.

“What exactly is this anomaly?”


“Mit welcher Anomalie haben wir es genau zu tun?”

Admiral Vance hatte sich in Season 3 zu einer Art neuem Fanliebling gemausert, was sicherlich auch auf die tolle Performance von Oded Fehr zurückzuführen ist. Entgegen der in “Star Trek” häufig gepflegten ‘Badmiral’-Tradition dürfte Vance wohl eher in einer Linie mit den ‘netten’ Admirals Maxwell Forrest (“Enterprise”) und William Ross (“Deep Space Nine”) stehen.


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(11) Lt. Commander Paul Stamets (Anthony Rapp) gesteht ganz offen:

“We’re not certain”


“Wir sind uns da nicht sicher.”

Hinsichtlich der Figur des Paul Stamets stellt sich bezüglich Season 4 die Frage, inwiefern der in Staffel 3 entstandene Konflikt zwischen ihm und Burnham weiter thematisiert werden wird. Auf der NYCC hat Anthony Rapp schon bestätigt, dass Stamets lernen müsse, Burnham zu vergeben. Stamets ist eigensinnig und hat starke Gefühle, aber er ist auch unglaublich loyal. Also ich denke, ja, wir werden in der Lage sein, zusammenzuarbeiten. Es mag hier oder da ein kleiner Seitenhieb sein, um auf das Geschehene hinzuweisen, aber er ist auch ein verantwortungsbewusster Offizier und ein treuer Freund und kann verzeihen.”, so Rapp im Wortlaut.

Überdies ist zu hoffen, dass Stamets in der neuen Staffel nicht nur auf seine familiäre Beziehung zu Dr. Culber und Adira reduziert werden wird. Mein persönlicher Eindruck: Seit Season 1 spielte die wissenschaftliche Expertise von Stamets nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Writers Room interessierte sich stattdessen viel mehr für dessen Gefühlslage, was dazu führte, dass Stamets mitunter recht unprofessionell wirkte. Dabei hat er als exzellenter Wissenschaftler doch so viel mehr zu bieten. Mit dem Wechsel von Burnham in die Kommandoebene sollte Stamets nun aber endlich eine neue Chance bekommen, sich als Wissenschaftsoffizier zu profilieren.


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(12) Die Discovery trifft (erneut?) auf die unbekannte Anomalie.

Da sich deren Ursprung der Anomalie womöglich in einer weit entfernten Region der Galaxis befindet, könnte es durchaus sein, dass die Discovery wegen ihres Sporenantriebes zunächst das einzige Schiff ist, das der Anomalie auf den Grund gehen kann. “Star Trek: Der Film” lässt grüßen.


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(13) Das Aufeinandertreffen mit der Anomalie hat eine äußerst destruktive Wirkung, wie auch Book konstatiert. Scheinbar sendet er hier ein Notsignal aus.

“Our ship was hit by something.”


“Unser Schiff wurde von irgendetwas getroffen.”


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(14) Es folgt ein großes, galaktisches Briefing im Starfleet HQ, an dem aber offensichtlich nicht nur Vertreter von aktuellen Föderationswelten teilnehmen. So sind u.a. auch Repräsentanten von Ni’Var, der Heimatwelt der Vulkanier und Romulaner, Tellariten, Osnullus und Cardassianer anwesend.

Ist das hier womöglich die “Star Trek”-Version der Pariser Klimakonferenz von 2015?


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(15) Eine Frau, die scheinbar die amtierende Präsidentin der Vereinigten Föderation der Planeten ist, hält eine bedeutsame Ansprache.

“Together, we will meet this threat to our shared galaxy.”


Wir werden uns dieser Bedrohung für die Galaxie, die wir miteinander teilen, gemeinsam stellen.”

Über die Föderationspräsidentin hat Produzentin Michelle Paradise bereits einige Infos preisgegeben. Demnach heißt dieser Charakter Rillak und wird von Chelah Horsdal gespielt. Die Föderationspräsidentin ist von cardassianischer, bajoranischer und menschlicher Herkunft.

Man sieht also: Die Völker der Milchstraße waren in den 800 Jahren nach “The Next Generation”, “Deep Space Nine” und “Voyager” zumindest für eine gewisse Zeit noch enger zusammengerückt. Sehr wahrscheinlich ist Cardassia im 32. Jahrhundert sogar eine aktuelle (oder ehemalige) Mitgliedswelt der Föderation, denn in einer anderen Einstellung ist auch ein Cardassianer in Sternenflottenuniform zu sehen.


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(16) An dieser galaktischen Krisenkonferenz nehmen sowohl die Vertreter der Föderationswelten als auch von Welten, die dem interstellaren Bündnis nicht (mehr) angehören, teil. Die Heimatwelt der Osnullus scheint indes kein aktuelles Mitglied der Föderation zu sein.


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(17) Auch T’Rina (Tara Rosling), die amtierende Präsidentin von Ni’Var, ist bei dieser Konferenz zugegen.

Wie wir später sehen werden, dürfte Ni’Var spätestens am Ende der Staffel erneut der Föderation beitreten. T’Rina wird in Season 4 demnach wohl eine etwas größere Rolle haben als noch in Staffel 3.


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(18) Nun sehen wir einen Sternenflottenoffizier im Rang eines Captains – und dieser scheint ein Ferengi zu sein!

Der hier gezeigte Ferengi unterscheidet sich äußerlich doch augenfällig von allen Exemplaren dieser Spezies, die wir aus den anderen Serien kennen. Für diese phänotypische Differenz sind mindestens drei Erklärungsansätze denkbar:

Erstens könnte es sich hierbei um eine bisher unbekannte Ethnie der Ferengi handeln. Denn warum sollte es auf Ferenginar nicht auch verschiedene Hautfarben beziehungsweise Ethnien geben, so wie auf der Erde, auf Vulkan oder auf Qo’noS auch?

Zweitens könnte es sich bei diesem Ferengi auch einfach um einen Hybriden handeln, beispielsweise um den Nachkommen eines Ferengi und eines Klingonen.

Der dritte Erklärungsansatz ist noch etwas spannender: Wäre es vielleicht möglich, dass die massiven Umweltprobleme, die im 24. Jahrhundert auf Ferenginar herrschten, für weitere Jahrzehnte – oder sogar Jahrhunderte – ungelöst geblieben sind und daher irgendwann ihren Tribut forderten – sozusagen als Anspielung auf den realen Klimawandel? Könnte es demnach sein, dass die zerstörte Umwelt auf Ferenginar zu einer Degeneration der Ferengi-DNA geführt hat, die dann über Generation weitervererbt worden ist? Der hier gezeigte Ferengi sieht meinem Eindruck nach nämlich irgendwie ‘ungesünder’ aus als z.B. Quark und Rom. Denn dessen Haut wirkt ausgetrocknet und auch die Ohren sehen irgendwie ‘beschädigt’ aus.


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(19) Auch eine Orionerin ist unter den Konferenzteilnehmern. 


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(20) Saru (Doug Jones) ist zurück von Kaminar. Er trägt immer noch die Uniform eines Captains. In dieser Szene unterhält er sich mit Burnham über die Anomalie.

“Until we understand the anomaly well enough to predict its path, billions more lives will be at risk.”


“Bis wir die Anomalie so gut verstehen, dass wir ihren Weg vorhersagen können, werden noch weitere Milliarden Menschenleben in Gefahr sein.”


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(21) Die Anomalie erzeugt Druckwellen, Subraumstören oder irgendwelche anderen Raumphänomene, die ganze Planeten zerstören.

Die hier zu sehende Sensorenaufzeichnung oder Computersimulation erinnert an die Druckwellen aus “Star Trek: Generation”/”Star Trek: Treffen der Generationen” (1994), die nach der Zerstörung der Armagosa- beziehungsweise der Veridian-Sonne entstanden waren und daraufhin ganze Planeten zerbersten ließen.


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(22) Action auf der Discovery oder in einer anderen Einrichtung der Sternenflotte. Mittendrin ist Tilly (Mary Wiseman), die eine moderne Away Team-Montur trägt.


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(23) Die Discovery, hier noch im Raumdock, geht auf eine neue Mission. Einmal mehr steht wirklich alles auf dem Spiel!


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(24) Die Brückencrew der Discovery macht sich bereit. Burnham sagt in der nächsten Einstellung – scheinbar bezugnehmend auf Sarus düstere Prognose (20) – dass sie dies nicht zulassen wird: 

“Not on our watch!”


“Nicht vor unseren Augen!” (“Nicht mit uns!” ; “Nur über unsere Leichen”!)


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(25) In den nächsten Einstellungen sehen wir einen Dialog zwischen Föderationspräsidentin Rillak und Captain Burnham. Darin geht es um die Feinheiten des Anführens; um den schmalen Grad zwischen einer Heldentat und rücksichtslosem Aktionismus.

“Leadership is about balance. Your acts of bravery are huge swings of pendulum. And there is a very fine line between a pendulum and a wrecking ball.

 

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“Führung bedeutet Ausgewogenheit. Ihre Heldentaten sind immense Pendelschwingungen. Und der Grat zwischen einem Pendel und einer Abrissbirne ist sehr schmal.”

Scheinbar hat die Präsidentin aufgrund von Burnhams bewegter Vergangenheit ernste Zweifel an deren Führungskompetenzen. Der Tenor, der hier rauszuhören ist: Sie wirft Burnham – sicherlich nicht zu Unrecht – vor, oftmals viel zu impulsiv zu agieren, weil sie ihre Missionen nicht selten in destruktiver Weise ohne Rücksicht auf Verluste durchzieht. Auch wenn sie am Ende zumeist als Heldin dastünde, sei dieses Verhalten für eine Anführerin nicht hinnehmbar.


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(26) Der Dialog wird durch einige Szenen unterbrochen, in denen Burnham und Booker auf einem Planeten unterwegs sind. Sie flüchten, denn sie werden von fremden Angreifern unter Beschuss genommen.


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(27) Die Discovery verlässt die Sternenbasis. Steueroffizier Detmer (Emily Coutts) teilt Captain Burnham ihre Einschätzung hinsichtlich eines direkten Kontakts mit der Anomalie mit. Und Dettmers Prognose hört sich nicht wirklich gut an…

“It’ll be bumpy. We could be destroyed.”


“Es wird holprig werden. Wir könnten dabei vernichtet werden.”


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(28) Burnham und Tilly auf einer scheinbar enorm gefährlichen Außenmission. 

Tilly: “We’re totally going to ignore that warning, aren’t we?”

Burnham: “Mh-hm”


Tilly: “Wir werden diese Warnung komplett ignorieren, oder?”

Burnham: “Mh-hm”


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(29) Commander Jett Reno (Tig Notaro) ist auch wieder dabei und hat womöglich die Leitung im Maschinenraum übernommen. Hier befindet sich das Schiff gerade in großer Gefahr. Auch sie hat einen kurzen One-liner im Trailer – natürlich in der für sie so typischen, sarkastischen Art.

“Oh well, I’ve lived a good life.”


“Na ja, ich hatte ein gutes Leben.”


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(30) Burnham gibt den Befehl zum Sprung mit dem Sporenantrieb.

“Jump!”


“Sprung!”

Wahrscheinlich konnte der ungewöhnliche Antrieb der Discovery bisher noch nicht serienmäßig in Produktion gehen, weshalb das Schicksal der Galaxie einmal mehr in den Händen der Discovery-Crew liegen dürfte.


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(31) Ein Außenteam bestehend aus Michael und Gabrielle Burnham sowie Tilly entdeckt eine mysteriöse Höhle. Im Hintergrund sieht es so aus, als sei dies eine Art gigantische Grabstätte. Im Off setzt Burnham zum nächsten bedeutungsschwangeren Monolog an.

“With so much at stake, countless lives, futures…”


“Wenn so viel auf dem Spiel steht. Unzählige Leben. Zukünfte…”

Hier sieht es langsam, aber sicher etwas nach “Herr der Ringe” aus.😉 Was ist das für eine Höhle? Ist das vielleicht die Grabstätte einer ganzen humanoiden Zivilisation? Vielleicht gibt es ja doch eine Verbindung zum Maschinenplaneten aus The Motion Picture, von dem einst V’Ger gen Erde aufbrach.

Die Szene erinnert mich auch ein wenig an eine Sequenz aus der “The Orville”-Episode “Identität – Teil 1”. Dort findet die Orville-Crew auf Isaacs Heimatwelt Kaylar ein riesiges, unterirdisches Massengrab.


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(32) Die Discovery nähert sich einer gefährlich wirkenden Raumspalte.

Sauron im Weltraum? Klingt komisch? Ist aber so! 😉 Nein, natürlich sehen wir Sauron hier mit Sicherheit nicht. Aber um was könnte es sich hierbei denn handeln? Ist dies nur ein natürliches Raumphänomen oder vielleicht doch eine feindliche Lebensform. Gibt Nagilum aus TNG (2×02) hier vielleicht sein Comeback?


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(33) Captain Burnham in Paradeuniform. Scheinbar instruiert Michael hier eine Gruppe junger Kadetten.


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(34) Zurück auf der Discovery. Die Crew wirkt angespannt, als sich das Schiff einer Raumanomalie nähert.


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(35) Tilly in der neuen Sternenflottenuniform. Das visuelle Setting wirkt in Staffel 4 deutlich bunter und erinnert viel stärker an die alten Serien, allen voran an TOS und TNG. Im Off wird Burnhams Monolog fortgesetzt.

“Once we enter the anomaly, we are going where no one has gone before.”


Sobald wir in die Anomalie fliegen, dringen wir dorthin vor, wo noch niemand zuvor gewesen ist.”

Leider sind in dieser Einstellung Tillys Rangabzeichen kaum zu erkennen, aber es sieht doch schwer danach aus, als sei sie zum Lieutenant (J.G.) befördert worden. Nach den Ereignissen in Season 3 wäre das auch absolut verdient!


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(36) Gebannt starrt Lieutenant Gen Rhys auf den Bildschirm.

Dass ich die Schreibweise seines Namens nach drei Staffeln immer noch auf Memory Alpha nachgucken muss, belegt leider, dass dieser Charakter in den bisherigen Staffeln einfach viel zu kurz gekommen ist. Als Taktischer Offizier hätte er definitiv mehr Screentime verdient. Es wäre Schauspieler Patrick Kwok-Choon wirklich zu gönnen, dass sein Charakter im vierten Jahr endlich (!) mehr Anteil an der Story bekommt.


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(37) Adira Tal (Blu del Barrio) scheint von der Anomalie verängstigt zu sein. Dey trägt nun eine Sternenflottenuniform (Wissenschaftsabteilung), was allerdings schon im Finale der dritten Staffel zu sehen war.


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(38) Books enorm manövrierfähiges Schiff fliegt durch ein gigantisches planetares Trümmerfeld.


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(39) Hier sehen wir eine Martial Arts-Einlage, an der scheinbar auch romulanische Nonnen des Qowat Milat-Ordens beteiligt sind. Aus Season 3 wissen wir, dass auch Michaels Mutter Gabrielle diesem Orden angehört. 

Kampfkunst war bisher ein zentraler Baustein der “Discovery”-Action, doch mit dem Ausscheiden von Philippa Georgiou (Michelle Yeoh) müssen diesen Part nun andere übernehmen. Neben den Qowat Milat-Kriegernonnen hat auch Lt. Owosekun (Oyin Oladejo) einige Kampfszenen, siehe Bild bei Punkt (55).


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(40) Saru bei einer scheinbar spirituellen Kelpianer-Zeremonie.


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(41) Diese Szene zeigt Saru mit einer Gruppe Kelpianer.

Sehr wahrscheinlich befinden wir uns hier auf Kaminar. Wir dürfen uns also auf neue Einblicke in die spannende Kultur der Kelpianer freuen.


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(42) Ein toter Alien. Wer oder was hat ihn getötet?


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(43) Die Qowat Milat kämpfen gegen unbekannte Angreifer.

Womöglich handelt es sich dabei um irgendeinen mystischen Orden, eine Sekte, eine Terrorgruppe oder was auch immer.

Im Off setzt Burnham ihren Monolog fort.

“Wherever we come from, whatever our experiences (are). We’re all in this together.”


“Von wo auch immer wir herkommen. Was auch immer unsere Erfahrungen sind. Wir sitzen alle im selben Boot.”


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(44) Tilly macht Adira auf einer Außenmission Mut.

“You got this.”


“Sie schaffen das.”


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(45) Ein Kind rennt durch den Wald.

Die Umgebung sieht nach Kwejian aus, also nach Books Heimatwelt.


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(46) Book schaut dem Kind hinterher. Doch irgendetwas scheint nicht zu stimmen…


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(47) Book weint und wird von Burnham getröstet.

Scheinbar hat Book einen schlimmen persönlichen Verlust erlitten, der mit dem eben noch zu sehenden Kind in Zusammenhang stehen könnte. Hat die mysteriöse Anomalie womöglich Kwejian ausradiert?


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(48) Die Discovery wird von Explosionen erschüttert. Hier scheint die künstliche Schwerkraft auszufallen, sodass die Brückencrew unkontrolliert im Raum schwebt.


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(49) Und nochmal die Qowat Milat.


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(50) Gray Tal (Ian Alexander) hat starke Schmerzen im Brustkorb. Was ist denn hier los?

Teilen Gray und die Anomalie etwa irgendeine telepathische oder physische Verbindung?

Im Off ist derweil Dr. Culber zu hören.

“I gotta have hope that we’ll find a way to stop it.”


“Ich muss darauf hoffen, dass wir einen Weg finden, es zu stoppen.”


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(51) Kovich (David Croneberg), ein Agent der Föderation, im Gespräch mit Dr. Culber.


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(52) Tilly, Culber und Adira inspizieren die völlig verwüstete Shuttlerampe der Discovery.


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(53) Jemand fliegt in einem Raumanzug auf ein Schiff oder auf eine Raumstation zu. Ist es Burnham?


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(54) “Discovery” goes “Assassin’s Creed”, denn da sind sie schon wieder: die Qowat Milat. Hier kämpfen sie gegen unbekannte Kapuzenträger. Der Kampf findet auf Books Schiff statt. 


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(55) Und auch Joann “Owo” Owosekun muss sich bei einer Art Ringkampf beweisen. Im Hintergrund beäugt Captain Burnham das Tun ihrer Einsatzoffizierin sorgenvoll.  


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(56) Hier sieht man Burnham im Raumanzug und zwar ganz allein auf der Brücke der Discovery. Um sie herum sprühen überall Funken, das Schiff brennt lichterloh. 

Lust auf eine gewagte Prognose? Hier kommt sie: Am Ende der Staffel muss Burnham die Discovery opfern, um die Galaxis zu retten. Gibt es in Season 5 dann vielleicht eine neue U.S.S. Discovery NCC-1031-B?


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(57) Michael, Tilly, Gabrielle und eine weitere Qowat Milat im Cockpit von Books Schiff. Sie fliegen einen Planeten an, womöglich Ni’Var.


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(58) Adira und Gray halten in ihrem Quartier Händchen.

Es liegt nahe, dass diese Beziehung in der neuen Season weiter erforscht werden wird. Staffel 3 ist diesbezüglich doch eher enttäuschend gewesen, zumal beide Charaktere im Vorfeld der Ausstrahlung noch enthusiastisch angekündigt worden waren.


© ViacomCBS (Paramount+)

(59) Die Föderationspräsidentin überreicht T’Rina eine gefaltete Flagge der Föderation.

Hier wird offensichtlich die Rückkehr Ni’Vars (aka Vulkan) in die Föderationsgemeinschaft gefeiert. Im Hintergrund ist Burnham mit der schicken neuen Galauniform (Bordeauxrot) zu sehen.


© ViacomCBS (Paramount+)

Dylan Hunt in “Andromeda” (Bild: © Fireworks Entertainment)

(60) In der letzten Szene des Trailers sind Saru und Captain Burnham zu sehen. Burnham sitzt auf dem Kommandosessel der Discovery und trägt eine ungewöhnliche Leder-Uniform in Bordeauxrot.

Sollte diese Szene auch zugleich die finale Szene der vierten Staffel sein, dann wäre die Theorie von der Zerstörung der Discovery natürlich hinfällig.

Burnhams Uniform erinnert ein wenig an Dylan Hunts (Kevin Sorbo) Look in “Andromeda” (2000-2005).


© ViacomCBS (Paramount+)

Die vierte Staffel von “Star Trek: Discovery” startet am Donnerstag, den 18. November 2021, auf Paramount+ und (voraussichtlich) am Freitag, den 19. November 2021, auf Netflix.


Matthias Suzan

Matthiasˈ Leidenschaft für "Star Trek" begann im zarten Alter von neun Jahren mit "The Next Generation". Anfänglich waren es noch die Raumschiffe und die Technik, die ihn faszinierten. Später weckten vor allem die anthropologischen, gesellschaftlichen und politischen Themen des Trek-Universums sein Interesse, sodass er sich seither für Politik- und Geisteswissenschaften interessiert. Nach knapp zwei Jahrzehnten als treuer TrekZone-Leser stieß er Ende 2017 mit dem Start von "Discovery" zur TZN-Redaktion.

9 Kommentare

Piero · 11. Oktober 2021 um 19:27

Vielen Dank für die Analyse. Sollten die Macher schon alleine 10% der Gedanken und Ideen von Matthias gehabt haben, wäre das schon ein Fortschritt 😀

Ich befürchte jedoch, dass es einfach darum ging, mal wieder eine gigantische, alles vernichtete Gefahr zu haben. Angeblich soll unser Universum ja ein instabiles Vakuum haben. Vielleicht breitet sich ein neues Universum per Zufall gerade in unserer Milchstrasse aus? Ach nein, das hätte ja eine wissenschaftlichen Hintergrund, das wäre zu viel Denkarbeit 😀

    Matthias Suzan · 11. Oktober 2021 um 20:33

    Hallo Piero,
    vielen Dank für das Lob. 😊
    Meine Erwartungen an Season 4 tendieren leider gegen Null. Die Enttäuschungen aus den ersten drei Staffeln sind einfach zu groß. Die „Erklärung“ für ‚The Burn‘ war hier aber der absolute Tiefpunkt.🙈

Chris · 12. Oktober 2021 um 19:26

Nochmal hier, wo es wohl passender ist:
Der Trailer zeigt, dass in der vierten Staffel von Discovery offenbar noch mehr Canon zerstört werden soll.
Hatte man zuvor größtenteils das Erscheinungsbild von TOS-Inhalten verändert – was man in Anbetracht der Effekte und Requisiten zur Entstehungszeit von TOS in den 1960ern ja noch irgendwo akzeptieren könnte – so wird nun auch das Andenken von TNG und DS9 zerstört. Was war so falsch am Aussehen der Ferengi? War das Make-up der 90er wirklich so schlecht?
Wenn den Machern Star Trek zu „uncool“ ist, dann hätten sie lieber ein eigenes Franchise entwickeln sollen als das bestehende so sehr zu ändern und alles bis dahin gewesene als hinfällig hinzustellen. Das ist in meinen Augen eine Beleidigung der Fans dieses schönen und im Geiste des Humanismus geprägten Franchises. Traurig, wenn seit 2005 (hier gab es auch Änderungen im Aussehen von TOS-Spezies, was durch die damaligen Effekte aber noch zu rechtfertigen ist) Star Trek Lower Decks das beste Star Trek darstellt.

Übrigens: im Vergleich zu 2017 hat sich viel an Technik und Effekten nochmals verbessert, ist die erste Staffel von Discovery damit jetzt auch hinfällig?

    Piero · 13. Oktober 2021 um 8:44

    Stimme ich dir zu. Ich mag diese “Neuinterpretationen” nicht. Niemand würde z.B. auf die Idee kommen, Elfen neuerdings mit Ferengi-Ohren auszustatten. Wie auch Vampire nicht am sonnigen Strand liegen sollen.

    Was ich Discovery hoch anrechne ist, dass durch sie so eine Serie wie Lower Decks erst ermöglicht wurde. Darum ist sie für mich ein wenig das Übel, um so Perlen sehen zu dürfen.

Andreas · 12. Oktober 2021 um 21:35

Danke für deine Analyse!👍
Ich bin auch kein wirklicher Fan von Discovery, werde aber trotzdem jede Episode sofort schauen, ich liebe einfach Star Trek.
Sollte die Discovery zerstört werden, dann wäre der ShortTrek Calypso unpassend.🧐
Ich fände es aber gut eine neue Discovery zu sehen die in Ihre Zeit passt und einen ordentlichen Maschinenraum hat. So recht will mir das Schiff nicht ans Herz wachsen.

    Piero · 13. Oktober 2021 um 8:41

    Das Schiff ist auch sehr kalt. Da strahlt ein klingonischer Bird of Prey mehr Scharm und Wärme aus. Wenn ich da an die warmen Farbe der Original-Enterprise oder die Enterprise D denke, deren Interieur ein wollig-warme Ausstrahlung hat(te).

    Matthias Suzan · 13. Oktober 2021 um 17:08

    Hallo Andreas,
    „Calypso“ passt eigentlich schon seit Season 3 nicht mehr, denn in diesem „Short Trek“ ist die Discovery noch in ihrem ursprünglichen Zustand aus dem 23. Jahrhundert mit der alten Registrierung NCC-1031 – also ohne das „A“. Die aktuelle Version des Schiffes ist bekanntlich ein Refit. Aber ich erwarte hierfür auch keine In-Universe-Erklärung mehr.

      Chris · 13. Oktober 2021 um 22:01

      All die Probleme mit dem alten Canon bis einschließlich Star Trek Enterprise usw. werden zu Beginn der vierten Staffel von Discovery gelöst: Tilly sieht kurze Rückblicke von TOS, TNG, DS9, VOY und ENT, wacht dann auf, geht ins Bad, wo Saru unter der Dusche steht – da wird ihr klar, dass sie oben genannte Rückblicke und alles, was damit zu tun hat, nur geträumt hat.

        Matthias Suzan · 14. Oktober 2021 um 12:44

        Das kommt mir irgendwie bekannt vor. 😉🤣

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