In Kooperation mit Communicator berichten wir über das erste Trekbarometer. Die Umfrageergebnisse werden in zwei einzelnen Artikeln besprochen. Im ersten Teil haben wir uns den geschlossenen Fragen gewidmet. In Teil 2 nehmen wir nun auch die Freitextantworten unter die Lupe. Auch hier zeigt sich ein äußerst differenziertes Bild.

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Die Daten dieser Umfrage stammen aus dem ersten Trekbarometer der Kollegen von Communicator. Dort konnten Fans nach dem Ende der ersten Staffel “Picard” ihr Feedback hinterlassen. Mit mehreren hundert Teilnehmern kann man einige interessante Einsichten gewinnen. Wir stellen euch die Ergebnisse in Kooperation vor.

Einen begleitenden Podcast findet ihr hier auf communicator.space.

1. Produktionsniveau

Hinsichtlich des Produktionsniveaus haben sich die Umfrageteilnehmer teils sehr zufrieden gezeigt. Gelobt wurden vor allem das Visuelle (CGI, Sets) und der Score von Jeff Russo, aber auch die Performances der Schauspieler. Hier sticht vornehmlich Sir Patrick Stewart heraus (wobei es auch Kritik an Stewarts Spiel gab). Viel Sympathie gab es zudem für die Darstellung der Charaktere Data (Brent Spiner), Rios (Santiago Cabrera), Raffi (Michelle Hurd) und Seven of Nine (Jeri Ryan). Was die besten Effekte betrifft, wurden u.a. der Borg-Kubus, San Francisco und das Starfleet Headquarters explizit genannt. Die CGI seien weitestgehend “zeitgemäß”, stünden aber auch gleichzeitig in einer erkennbaren Traditionslinie mit den Produktionen aus den 1990er-Jahren (TNG/DS9/VOY), so ein positives Fazit.

Borgwürfel in "Maps and Legends" (Szenenbild: CBS)

Für die Befragten ein CGI-Highlight: Das Äußere des Borg-Kubus in “Maps and Legends” (Szenenbild: ViacomCBS)

Als positive Entwicklung gegenüber “Star Trek: Discovery” wurde zudem das etwas entschleunigte Erzähltempo sowie der verstärkte Fokus auf die Dialoge betrachtet.

Gleichwohl gab es auch Stimmen, die sich mit dem Produktionsniveau nur bedingt zufrieden oder sogar ausdrücklich unzufrieden gezeigt haben. Kritisiert wurden insbesondere jene Effekte, die aus Stock Footage-Material generiert worden sind (vgl. “The Admonition“/”Die Mahnung“, Anm. d. Red.), aber auch die Weltraum-Orchideen und das Tentakel-Schiff der “Über-Androiden” kamen nicht bei allen gut an. Des Weiteren wurden auch “billig” wirkende Uniformen sowie “lieblos dahingeklatschte“ generische Sets und Schiffdesigns sowie diverse billig wirkende Requisiten bzw. Props (z.B. “IKEA-Lampe”) beklagt:

“Der Borgkubus hat seine Bedrohlichkeit verloren und das Innere der La Sirena ist praktisch nur eine riesige Halle. Das hat nix mit der Funktionalität und Sinnhaftigkeit einer Voyager-Brücke zu tun.”

O-Ton Umfrage

Für die Befragten zu generisch: Die Sternenflotten-Armada in “Et in Arcadia Ego, Teil 2” (Szenenbild: ViacomCBS)

In Bezug auf die visuelle Umsetzung großer Schiffsflotten wurde “Picard” teils sogar ein Rückschritt gegenüber “Deep Space Nine” attestiert.

“Die Flotte war absolut lächerlich”.

O-Ton Umfrage

Mitunter wurde auch die schiere Anzahl der CGI als störend empfunden, wobei sich dieser Einwand wohl primär auf die 3D-Konsolen beziehen dürfte, die auch teilweise als zu großer technischer Sprung zu “The Next Generation” betrachtet wurden. Auch die neue Warp-Visualisierung, die sich doch sehr stark von jener aus der TNG-Ära unterscheidet, wurde als Wermutstropfen genannt. Grundsätzlich hätten sich einige “Picard”-Zuschauer auch mehr Kameraeinstellungen gewünscht, die Weltraum- bzw. Raumschiffe zeigen.

Ein seit 2009 bestehendes Ärgernis sind weiterhin die Lens Flares (Blendenfleck-Effekte) – ein Stilmittel, das einige Umfrageteilnehmer als störend empfinden. Ferner wurde auch eine teils verwackelte Kameraführung und eine suboptimale Schnitttechnik (falsche Körperhaltung oder Blickrichtung der Schauspieler) moniert.

Alter (TNG, links) und neuer (PIC, rechts) Warp-Effekt im Vergleich (Bilder: ViacomCBS).

2. Story und Dialoge

Auch hinsichtlich der Bewertung von Hauptplot, Nebenplots und Dialogen zeichnet die Umfrage ein sehr heterogenes Gesamtbild.

Uneinigkeit bestand beispielsweise hinsichtlich der idealen Staffel-Länge. Ist die erste Staffel mit zehn Episoden zu kurz oder zu lang ausgefallen? Während einige gerne noch mehr Episoden gesehen hätten und der Meinung waren, dass dies dem “stellenweise gehasteten” Plot auch gut getan hätte, vertraten andere wiederum die Ansicht, dass die Staffel mit zehn Episoden zu sehr gestreckt sei und es der “langatmigen” Story folglich an einer gewissen erzählerischen Dynamik fehle.

Demnach fällt auch das Urteil über die grundsätzliche Qualität der Handlung enorm differenziert aus: Einigen Umfrageteilnehmern hat die Handlung von “Picard” Staffel 1 deutlich besser gefallen als die Storylines in “Discovery”. Hier wurde u.a. angeführt, dass moralische Fragestellungen bzw. ethische Themen wieder mehr in den Mittelpunkt der Handlung gerückt seien und die Geschichte zudem insgesamt recht spannend sei.

Andere wiederum konnten dieser nur wenig abgewinnen und zwar aus unterschiedlichen Gründen. Einigen fehlte der Handlung grundsätzlich eine tragfähige und ausgewogene Struktur, wodurch ihnen die die Story oft “wirr”, “planlos” und “unlogisch” erschien. Die Autoren hätten sich auch viel zu oft auf unglaubhafte Zufälle berufen, um die Handlung voranzutreiben oder deren Probleme aufzulösen. Der Plot habe in der Summe zu viel Wert auf den “Bombast” gelegt, was wiederum zulasten der narrativen Substanz gegangen sei. Zudem wurde auch das Aufblähen der Story durch “unnötige Side-Plots” beklagt.

“Viel zu langatmige Entwicklung. Fünf oder sechs Episoden nur Crew-Zusammenstellung, dann zwei bis drei Episoden Knall, Bumm, Peng und Ende?“

O-Ton Umfrage

Der Hauptplot um Picard, die Androiden und die Romulaner kam gemischt an. Insbesondere Picards physischer Tod und sein anschließendes “Mind uploading” (Golem) wurden eher kontrovers rezipiert. Während einige Picards neuem Synth-Dasein teils kritisch oder gar ablehnend (O-Ton: “Das Ende war offensichtlich ein Witz.”) gegenüberstehen, sehen andere darin ein großes Erzählpotenzial für die zweite Staffel. Die finale Auflösung der verschiedenen Handlungsstränge wurde ebenfalls gemischt bewertet.

Kam gut an: Der Story-Arc um die Beziehung von Picard und Data (Bild: ViacomCBS).

Fast durchgängig positiv wurde der Picard-Data-Handlungsstrang aufgenommen. Hier lobten die Befragten die Tatsache, dass man erzählerisch sehr direkt an “The Next Generation” und insbesondere an “Star Trek: Nemesis” angeknüpft habe und Data nach all den Jahren ein “würdiges” und “emotionales” Ende geschrieben habe. Dennoch gab es auch die Ansicht, dass hier allzu sehr auf die Tränendrüse gedrückt worden sei. Und dass es eigentlich unnötig gewesen wäre, Data nach “Nemesis” ein zweites Mal sterben zu lassen.

Weitestgehend schlecht angekommen ist wiederum der Borg-Kubus-Handlungsstrang. Hier trauern einige Befragte einer ausgelassenen, großen Borg-Story hinterher. Auch hätten viele der Befragten gerne noch mehr von Hugh gesehen.

Bei den Romulanern gingen die Meinungen deutlich auseinander: Grundsätzlich lässt sich die Tendenz erkennen, dass viele Befragte es begrüßt haben, dass der romulanischen Spezies bzw. Kultur weitere Facetten hinzugefügt worden sind. Gleichwohl hätte sich viele der Befragten hier doch mehr Hintergrundinformationen, insbesondere über das Artefakt und die Zhat Vash, gewünscht. Andere beschwerten sich darüber, dass die Romulaner praktisch nicht mehr wiederzuerkennen gewesen seien.

Überdies wurde auch das Fehlen von Q und der Klingonen beklagt.

Oh in "Et in Arcadia Ego, Part 2" (Bild: ViacomCBS)

Die Romulaner spielen in “Picard” Staffel 1 eine zentrale Rolle (Bild: ViacomCBS).

Uneinigkeit bestand auch hinsichtlich der Frage, inwiefern “Picard” die Sternenflotte respektive die Föderation angemessen zum Gegenstand der Handlung gemacht hat. Während einige der Befragten das neue Konzept, erstmals in einer “Star Trek”-Serie keine Sternenflotten-Crew in das Zentrum der Handlung zu stellen, als interessante Innovation gelobt haben, äußerten sich andere sehr enttäuscht darüber, dass die Sternenflotte in “Picard” praktisch marginalisiert worden sei. Auch die Darstellung der Föderation wurde unterschiedlich rezipiert. Während die einen gerne mehr von der klassischen Föderation/Sternenflotte gesehen hätten (siehe auch Abschnitt 5), haben sich andere darüber gefreut, auch einmal andere (düsterere) Seiten der Föderation vor Augen geführt bekommen zu haben. Die Hintergründe der Mars-Attacke von 2385 wurde nach weitläufiger Ansicht aber nur unbefriedigend aufgeklärt.

Stein des Anstoßes war für einige Befragte ferner die Inszenierung der verschiedenen Liebesbeziehungen, die mitunter über das Knie gebrochen oder gar deplatziert gewirkt haben. Auch die teils als zu exzessiv empfundenen Fantasy- und Horror-Elemente, die in der Handlung teilweise auszumachen gewesen sind (z.B. “Zaubergeräte” wie das Synths-Reparaturgerät oder Larisˈ Tal Shiar-Forensik-Scanner; Erscheinungsbild der xBs, Anm. d. Red.), wurden ehr kritisch gesehen.

Noch Technik oder schon Magie? “Picard” nimmt sich kaum Zeit für ausführliches Technobabble (Bild: ViacomCBS).

Überdies lässt sich ein gewisser übergeordneter Konsens erkennen: Sehr viele der Befragten sahen in den verschiedenen Handlungssträngen großes erzählerisches Potenzial, beklagten jedoch – ebenso wie unserer Rezensenten von TrekZone – den Umstand, dass nicht wenige der vielversprechenden Ideen im Verlauf der Staffel viel zu schnell fallen gelassen oder nur unzureichend weitererzählt worden sind.

“Man hat ganz klar viel zu viele Fässer aufgemacht und hat viele interessante Ideen lieblos wieder weggewischt.”

O-Ton Umfrage

Einige der Befragten würden ferner eine Rückkehr zum episodischen Erzählen (Stand-alone-Episoden) begrüßen.

Nicht unkritisch gesehen wurden auch stilistische und inhaltliche Parallelen zu “Logan“, “Mass Effect”, “Star Wars“, “Game of Thrones” oder anderen Fantasy-Produktionen.

Hinsichtlich der Bewertung der Dialoge zeigt sich abermals ein differenziertes Bild. Für einige Befragte waren die Dialoge oftmals zu flach, andere lobten hingegen deren teils emotionalen und philosophischen Gehalt. Hinsichtlich der Sprache wurde vermehrt kritisiert, dass die verwendeten Ausdrücke zu zeitgenössisch seien, insbesondere das Fluchen der Charaktere war vielen ein wahres Ärgernis. Außerdem vermissten einige der Umfrageteilnehmer das altehrwürdige “Technobabble”, das vor allem für die Serien der 90er-Jahre stilprägend gewesen ist.

Emotionaler Dialog: Picard (Patrick Stewart) redet mit Soji (Isa Briones) über Data (Bild: ViacomCBS).

3. Charaktere

In Bezug auf die Bewertung der Charakterzeichnung und die entsprechenden Entwicklungsprozesse zeigt sich ebenfalls kein einheitliches Bild. Das Meinungsbild oszilliert vielmehr zwischen “innovativ”, “uninteressant” und “klischeehaft”.

Weitestgehend wohlwollend aufgenommen wurde die Mischung aus bereits etablierten Charakteren (Picard, Data, Riker, Troi, Seven, Hugh) und neuen Figuren (vor allem Rios). Was die älteren Charaktere betrifft, so wurde deren teilweise unerwartete Weiterentwicklung (Picard, Riker, Troi) positiv herausgestellt, ebenso wie das kritische Hinterfragen von einigen ihrer bisherigen Charaktereigenschaften oder Neigungen (z.B. Picard, Seven). Hierbei sei man den Charakteren aber trotzdem über weite Strecken treu geblieben. Nichtsdestotrotz wird vor allem die Figurenzeichnung von Picard und Seven auch sehr kritisch gesehen.

Ist das immer noch der “alte” Picard”? Die Zuschauer sind in dieser Frage uneins (Bild: ViacomCBS).

Einige der Befragten haben beispielsweise eine Diskrepanz zwischen dem “alten” Picard aus “The Next Generation” und den dazugehörigen vier Kinofilmen und dem “neuen” Picard in “Picard” ausgemacht (O-Ton: “[Die erste Staffel] passt überhaupt nicht zu der Figur Picard.”). Der neue Picard strahle nicht mehr die “Souveränität” aus, die ihn immer ausgemacht habe. Außerdem wirke er anderen Personen gegenüber gelegentlich “gleichgültig”. Auch der offenkundige Picard-Zentrismus der Hauptstoryline wurde durchaus kritisch gesehen.

“Außerdem etwas zu viel der grenzenlosen Ehrerbietung für Picard; Respekt ja, Vergötterung nein!“

O-Ton Umfrage

Zudem schwinge Picard zu oft große Reden, hätte aber ansonsten keine pragmatischen Lösungen anzubieten (vgl. Abschnitt 5).

Andere freuten sich hingegen über die Rückkehr der alten “Vaterfigur” aus der eigenen Kindheit. Auch das etwas “gesetztere” Auftreten des gealterten Picard kam mitunter gut an.

In Bezug auf Seven of Nine wurde beklagt, dass sie offensichtlich ihren moralischen Kompass (O-Ton: “Killermaschine“) verloren habe und zudem im Vergleich mit “Voyager” allzu “menschlich” wirke, sodass man sie kaum noch wiedererkenne. Auch hier fehlte einigen der Befragten eine adäquate Vorgeschichte, welche die Lücke zwischen “Voyager” und “Picard” schließt. Zudem hätte man Seven noch stärker in den Borg-Plot einbinden sollen, so ein weiterer Kritikpunkt. Ferner wurde beklagt, dass Seven teilweise als besseres Plot-Device herhalten musste, anstatt die Figur sinnvoll in die Handlung einzubinden. Sevens sexuelle (Neu-)Orientierung wurde hingegen weitestgehend positiv aufgenommen, wenngleich mit der praktisch aus dem Nichts kommenden Romanze zwischen ihr und Raffi gehadert wurde.

Seven gibt sich in “Picard” wiederholt ihren Rachegelüsten hin. Ein Problem für langjährige Fans? (Bild: ViacomCBS).

Obwohl man sich über die Rückkehr von Hugh, Icheb und Maddox grundsätzlich gefreut hat, stieß deren schnelles Killing-off auf deutliche Kritik. Vor allem im Fall von Hugh wurde vergeudetes Potenzial beklagt.

Die neu eingeführten Charaktere stießen bei den Befragten ebenfalls auf ein geteiltes Echo. Als Zuschauer-Lieblinge haben sich der von Santiago Cabrera gespielte Captain Chris Rios sowie die von ihm inspirierten Hologramme der La Sirena erwiesen. Auch die Figur Raffi Musiker und die damit verbundene “tiefergehende Darstellung” erhielt ein ausdrückliches Lob. Obwohl er nur einen kurzen Auftritt hatte, blieb auch Dr. Moritz Benayoun (David Paymer) in positiver Erinnerung.

Elnor und Jurati hinterließen hingegen einen eher “nervigen” Eindruck. Überhaupt gehen die Meinungen zu Picards neuer Crew auseinander: Während einige der Befragten die neue Crew als “erfrischende” und “sympathische” Charaktere empfanden und auch deren “Zweifel und Schwächen” als willkommene Neuerung (im Vergleich zum “typischen Sternenflottenraster”) begrüßten, nahmen andere wiederum Anstoß an der Tatsache, dass die Crew fast ausschließlich aus “kaputten” und “ungefestigten” Personen besteht, die “fluchen, rauchen, [und] saufen” wie Menschen aus dem 21. Jahrhundert. Die Crew sei in einigen Situationen “zu locker” und zeige zudem nur“wenig Respekt” gegenüber Picard. Insgesamt sei die Zusammenstellung der Charaktere suboptimal.

Doch es gibt auch die gegenteilige Ansicht. Nach einer anderen Lesart hätte die schwierige Konstellation der Crew nämlich dazu geführt, dass sich die einzelnen Personen gegenseitig positiv beeinflussen konnten, was wiederum zu einer erfreulichen Charakterentwicklung geführt habe.

Neu in “Star Trek”: Die Crew der La Sirena (Bild: ViacomCBS).

Eine breite Unzufriedenheit lässt sich im Hinblick auf die Charakterisierung der Antagonisten feststellen. Diese seien weitestgehend klischeehaft geschrieben und deren Hintergründe sowie Motivationen blieben über weite Strecken unklar. Vor allem Narek und Narissa bekamen ihr Fett weg. Letztere wirke wie eine Bösewichtin aus einer “Soap”. Zudem wird das Fehlen eines typischen “Antihelden” beklagt.

Dezidierte Kritik wurde auch in Bezug auf die Funktionalität der Charaktere geäußert. Nicht wenige Figuren würden unlogisch und vorhersehbar agieren. Ihr Handeln orientierte sich hierbei primär an der Funktionalität für den Plot und weniger an rationalen und charakterspezifischen Gesichtspunkten.

“Die Schlüsse, die einige Charaktere ziehen, und wie sie die Informationen dafür finden, war in einigen Teilen extrem. Keine Recherche, aber voll die richtigen Informationen gefunden.“

„[…] dass die meisten Figuren nicht wirklich vielschichtige Charaktere waren, sondern nur dazu da waren, eine bestimmte Funktion innerhalb der Geschichte zu erfüllen.“

“Einige Entwicklungen waren schmerzhaft vorhersehbar.“

O-Töne Umfrage

Insbesondere diverse Charakterwendungen und Liebesbeziehungen wirkten auf die Befragten unglaubwürdig oder gehetzt. Des Weiteren gab es den Vorwurf, dass die neuen Charaktere in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis zu den etablierten Figuren stünden, was wiederum deren Fähigkeit zur Eigenständigkeit infrage stelle.

Besonders ärgerlich fanden die Befragten, dass kaum einer der Charaktere tatsächlich dauerhaft unter den Konsequenzen seines oder ihres Handelns zu leiden gehabt hätte. Namentlich wird hier vor allem Agnes Jurati erwähnt, die nach Ansicht der Zuschauer (bisher) nur unzureichend für ihren Mord an Maddox zur (juristischen und moralischen) Verantwortung gezogen worden ist.

Hartes Urteil: Die Antagonisten von “Picard” sind oberflächlich und klischeehaft (Bild: ViacomCBS).

4. Kanon-Anbindung

Große Einigkeit lässt sich hinsichtlich des zeitlichen Settings der Serie feststellen. Viele Kommentare weisen darauf hin, dass das Gros der Befragten glücklich darüber ist, dass “Picard” nach fast 18 Jahren (abgesehen von den ersten Minuten von “Star Trek“ [2009]) endlich wieder die Prime-Zeitlinie nach “The Next Generation”, “Deep Space Nine” und “Voyager” weitererzählt hat. Besonderes Interesse zeigten die Befragten vor allem an der Figur Jean-Luc Picard, aber auch an Seven (“Voyager”) und dem Rest der “TNG”-Crew. Der Anschluss an die Serien der 1990er-Jahre wurde u.a. als “Gefühl, wenn man nach Hause kommt” beschrieben. Lobend erwähnt wurde demnach auch die “Kontinuität” der bereits etablierten Charaktere sowie das Ansinnen, diese sinnvoll weiterzuentwickeln.

Hinsichtlich der visuellen und narrativen Umsetzung zeigt sich dann allerdings einmal mehr ein differenziertes Bild. Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, hatten einige der Befragten gewisse Probleme mit den Sets und dem technischen Sprung zwischen 2379 (“Star Trek: Nemesis”) und 2399. Auch die eher negative Entwicklung des bekannten Universums kam nicht bei allen gut an (siehe Abschnitt 5).

Überraschenderweise wurden auch die zahlreichen Fanservices kontrovers evaluiert. Für einige waren die vielen Namedroppings und Gastauftritte zu viel des Guten. Andere wiederum sahen darin eine der wesentlichen Stärken der Serie und konnten demnach nicht genug davon kriegen. Der Nostalgie-Faktor wurde dementsprechend sowohl als Pluspunkt (Gefühl von Vertrautheit) als auch als Schwachpunkt (Abhängigkeit von Altem?) bewertet.

Hinsichtlich des Kanons sei an dieser Stelle noch zu erwähnt, dass einige der Befragten die erste Staffel von “Picard” in besonderem Maße als gelungenes Korrektiv zu “Star Trek: Nemesis” empfunden haben.

Zu viel Fanservice oder zu wenig? Die Befragten sind sich nicht einig. (Bild: ViacomCBS).

5. Gesellschaftsbild & Wertekanon

Auch in dieser Rubrik kann keinesfalls von einem einheitlichen Meinungsbild gesprochen werden. Die Ansichten darüber, ob “Picard” auch in philosophischen und gesellschaftskritischen Fragen in einer Traditionslinie mit den bisherigen “Star Trek”-Iterationen steht, gingen teils weit auseinander. Neben differenzierten Betrachtungsweisen wurden vereinzelt auch eindeutige Standpunkte vertreten:

“Es wurden nur idealistische Überschriften bezogen.“

Die Serie ist unmoralisch, menschenfeindlich, aggressiv, irrational, unlogisch, widerspricht Grundsätzen, die in Star Trek aufgebaut wurden, herabwürdigend, peinlich.“)

O-Töne Umfrage

Einige der Befragten sahen eine deutliche oder wenigstens partielle Anbindung an die philosophischen Grundgedanken von “Star Trek: The Next Generation”. Lobend erwähnt wurde beispielsweise Picards “Einsatz für Minderheiten” sowie das Thema Freundschaft.

Da sich die ethischen Narrative vor allem im Denken, Reden und Handeln von Jean-Luc Picard manifestiert haben, wurde insbesondere die Figur Picard kritisch reflektiert. Und hier gingen die Ansichten tatsächlich in teils entgegengesetzte Richtungen: Einerseits wurde Picard attestiert, weiterhin der altbekannte ‘Advanced Human’ zu sein. Ein Role Model, das in guter, alter “Star Trek”-Tradition stehe. Hier exemplarisch ein O-Ton aus der Befragung:

“Jean-Luc Picard ist immer noch derselbe, der er in TNG war. (…) [Er] vermittelt immer noch eine positive Sicht auf die Leute und auf die Zukunft, auch wenn sich die Welt um ihn herum (zum Schlechten) verändert hat.“

Weiser Mann oder naiver Opi? Picards moralische Autorität wird von den Zuschauern teils kritisch hinterfragt (Bild: ViacomCBS).

Eine andere Sichtweise sah Picard deutlich kritischer. Dieser stünde gewissermaßen für eine Art zeitgenössischen, idealistischen Moralismus, der einer praktischen Überprüfung im realen Alltag jedoch nicht wirklich stand zu halten vermag und demzufolge im Verlauf der Serie auch keiner echten kritischen Reflexion unterzogen wurde. Picards letztendlicher Erfolg speise sich ausnahmslos aus seiner moralischen Autorität, die aber weder wirklich auf die Probe gestellt noch von seiner neuen Umgebung angezweifelt würde. Wörtlich stellt sich das wie folgt dar:

“(…) Außerdem etwas zu viel der grenzenlosen Ehrerbietung für Picard. Respekt ja, Vergötterung nein. Zumal TNG im Nachgang und angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung so reflektiert werden kann, dass die Serie – wie die Gesellschaft damals – in mancher Hinsicht in ihrem unantastbaren Idealismus naiv und überheblich war. Hier hätte ich eine demütige Note in der Nachbereitung erwartet. Gerade auch zum Thema KI. Aber nein, die ganze vorher aufgebaute Problematik wird am Ende abgefrühstückt in einem Satz, damit die Guten gewonnen und die Bösen, die man kaum kennen gelernt hat, verloren haben. Ein Happy End mit 1000 Lücken. (…) Und ich habe den Verdacht, dass das mit der Unterwerfung unter die Figur Picard zu tun hat. Dieser alte Mann muss immer wieder in eine Position gebracht werden, die den Plot bricht. Welche Funktion hat die Rolle Picard abgesehen von dem Aspekt, seine eigene Lebensgeschichte weiterzuverfolgen (seine Gefühle und alten Gefährten wiederzusehen und z.T. neu kennen zu lernen) hinaus? Er repräsentiert die alte Sternenflotte, aber analog zu unserer Zeitgeschichte kommen von ihm KEINE Lösungen! Nur idealistische Überschriften. Die Lösungen sind dann die Abbrüche im Plot. So nach dem Motto: Sprüche reichen zur Rettung. Der Mechanismus, also der Lösungsweg, braucht dann nicht mehr gedacht und erzählt werden. (…) Alle Konflikte sind unerklärt gelöst, einfach nur weil Picard eine moralische Instanz ist. Wieso, weshalb, warum? Weiß man nicht, es wird einfach darüber hinweggegangen.“

O-Ton Umfrage

Abgesehen von der Kontroverse um Picards moralische Autorität und Sevens fragwürdige Vendetta haben sich einige der Befragten darüber beschwert, dass an einigen Stellen zu viel Gewaltdarstellung gezeigt wird. Und wie schon in Bezug auf “Discovery” (vor allem Season 1) stellte sich einigen die Frage, ob “Picard” noch den humanistisch konnotierten Fortschrittsoptimismus vergangener Tage inkorporiert. Oder anders ausgedrückt: Hat uns “Picard” wirklich noch die utopische Zukunftsvision von Gene Roddenberry gezeigt oder nicht vielleicht doch viel eher eine dystopische Welt, die eher in zeitgenössischer Science-Fiction/Fantasy-Mainstream-Tradition steht? Auch hier gingen die Meinungen teilweise auseinander, wobei die Beantwortung dieser Frage mitunter davon abhängt, ob man optimistische Botschaften im großen Ganzen, also auf der Makro- oder Gesellschaftsebene, oder im Kleinen, nämlich auf der Mikro- oder Individualebene (Charaktere), sucht und findet.

6. Lieblingszitate

Auch bei den Lieblingszitaten zeigte sich eine breite Streuung. Hier sind jene, die teilweise mehrfach genannt worden sind. Die Nase vorn hat hier ganz eindeutig der Titelheld Jean-Luc Picard:

Klassiker & Klassiker-Update:

  • “Machen Sie’s so!“
  • “Energie!!!!“
  • “Wir sind die Borg. Widerstand ist zwecklos!“
  • “Tee, Earl Grey, heiß…entkoffeiniert!“

“Tee, Earl Grey, heiß … entkoffeiniert!” (Bild: ViacomCBS).

Neue Zitate:

  • “Immer ein Ding der Unmöglichkeit nach dem anderen.“ (Picard & Raffi)
  • “Weil ich nicht will, dass das Spiel endet.“ (Picard)
  • “Die Vergangenheit ist geschrieben, aber die Zukunft ist noch nicht in Stein gemeißelt.“ (Picard)
  • “Weil es nicht mehr die Sternenflotte war!“ (Picard)
  • “Wähle das Leben!“ (Elnor)
  • “Aber Angst ist ein unfähiger Lehrer!“ (Picard)
  • “Sie schulden mir ein Schiff, Picard!“ (Seven of Nine)
  • “Wer behauptet, dass Sie keine Wahl hätten, dem mangelt es an Vorstellungskraft.“ (Picard)
  • “Seien Sie der Captain, wie wir ihn kennen.“ (Zhaban)
  • “Frieden. Liebe. Freundschaft. Alles dies ist so kostbar, weil wir wissen, dass nichts davon ewig währt. Ein Schmetterling, der unsterblich wäre, ist in Wahrheit nie ein Schmetterling gewesen.“ (Data)
  • “Picard, shut the fuck up!” (Clancy)

“Frieden. Liebe. Freundschaft. Alles dies ist so kostbar, weil wir wissen, dass nichts davon ewig währt.” (Bild: ViacomCBS).

7. Fazit & Verbesserungsvorschläge

Das Gros der Befragten hat “Picard” eine ordentliche erste Staffel attestiert, wobei an vielen Stellen noch Optimierungsmöglichkeiten bestünden, so die weit verbreitete Ansicht. Neben dieser Einschätzung gibt es aber auch extremere Positionen – nach oben wie nach unten.

  • “Die Serie bietet das Star-Trek-Gefühl, verfolgt aber einen neuen Ansatz und zeigt ausführlicher Seiten an der Föderation und an der Sternenflotte, die bisher eher am Rande gezeigt werden. Die gezeigte Welt ist nicht perfekt, aber sie arbeiten daran und streben nach Verbesserung.“
  • “Kein Gehetze durch die Story wie in Discovery. Kanon und Kontinuität sehr gut im Blick behalten. Teils sehr gute Schauspieler.“
  • “Für mich als großer Fan einer der besten Star Trek Serien. Alles was für Star Trek steht, ist in dieser Serie zu sehen. So viel Liebe und Hingabe, so viel Emotionen und Ehrlichkeit.“
  • “Die Macher haben sich selbst übertroffen. Perfekt.“
  • “Nur Geldmacherei, damit mit sich jeder schön ein Abo holen muss. Einfach schlecht!!!“
  • “Zu großer Bruch mit Roddenberrys positiver Zukunftsvision und den Prinzipien der Föderation. Seven war charakterlich leider nicht mehr wiederzuerkennen. Drehbücher hatten oft ziemliche Logiklücken.“
  • “Die Serie ist zu langatmig und die Story wurde schwach umgesetzt. Zwanghaftes Einführen alter Charaktere.“
  • “Viel zu wenig Weltraum, billige Kulissen à la IKEA. Hier fehlte Fantasie der Schöpfer. Zu wenige Raumschiffe. Die Sternenflotte ist viel zu kurz gekommen.“
  • “Die Autoren wussten offensichtlich auch nicht so genau, was sie eigentlich wollen.“
  • “Wie konstruiert sich der Plot überwiegend entwickelt hat und auf unzählige Zufälle etc. angewiesen war. (…) Plus, dass es sich die Drehbuchautoren an vielen Stellen zu leicht gemacht und eben mal schnell irgendwelche Sachen erfunden haben, weil es praktisch war. (…) Lazy writing at its worst!“
  • “Die ersten vier Folgen sind zum Vergessen. Nie etwas Langweiligeres gesehen.“
  • “Das ist NICHT Star Trek! Das ist Alex Kurtzmans dummer, düsterer, Action-Shit mit Memberberrys.“
  • “Die Dramaturgie dieser Staffel wirkt dadurch im Gesamtbild kraft- und saftlos, wie der alte Picard. Ein unbemühtes Storytelling mit vielen Fanschmankerln ausdekoriert. Dabei hat die Serie sehr viel Potential.“
  • “Picard wirkte in der Staffel zu zerbrechlich!!!“
  • “Altenheim im All!!! Geht gar nicht!“

Was Verbesserungsvorschläge betrifft, nannten die Befragten gleich mehrere Dinge:

Alex Kurtzman (Photo: CC BY-SA 2.0 Gage Skidmore)

Wird weiterhin sehr kritisch gesehen: Executive Producer Alex Kurtzman (Photo: CC BY-SA 2.0 Gage Skidmore)

Hinsichtlich des Kreativteams der Serie gab es wiederholt Kritik (aber auch Lob) an Executive Producer Alex Kurtzman. Folglich wurde auch der Wunsch geäußert, man möge Kurtzman notfalls entlassen und durch “fähige Leute wie Ira Steven Behr oder Manny Coto” ersetzen.

Etwas weniger drastische Maßnahmen bezogen sich auf das Schreiben “subtilerer Plots”, bessere Charakterzeichnungen, eine Verlagerung der Handlung auf Picards Hobby “Archäologie” sowie die Wiederentdeckung der für “Star Trek” so typischen “Mythologie”. Einige der Befragten brachten ferner weitere “Cameos” oder dezidierte “TNG/DS9/VOY-Crossover” ins Spiel und wünschten sich dementsprechend auch wieder mehr Starfleet-Narrative für die Serie.

Diskutiert mit! Findet ihr euch in der Umfrage wieder? Was könnte oder müsste man in einer zweiten Staffel “Star Trek: Picard” verbessern?


7 Kommentare

Alex1605 · 16. Mai 2020 um 10:36

Danke für diese tolle Umfrage. Diese betätigt was man aus vielen Statistiken ablesen kann: Picard finden mehr Fans gut wie schlecht!
Die erste Auswertung anhand von gezielten Fragen fand ich aussagekräftiger, weil hier eindeutige Aussagen möglich sind.
Im diesem zweiten Teil werden individuellen Aussagen aufgezeigt, was ich gut finde. Ich freue mich über die ganzen positiven Aussagen, verstehe aber auch viele der negativen.
In eurem „Fazit“ sind von 15 Aussagen 11 negativ. Das entspricht ja nicht dem Verhältnis, das über 50% die Serie gut bis sehr gut fanden. Was ist der Grund dafür?
Für mich bleibt Picard die beste Star Trek Serienentwicklung für diese unsere Zeit!

    Matthias Suzan · 16. Mai 2020 um 11:24

    Hallo Alex1605, vielen Dank für deinen Kommentar!
    Zunächst einmal sei hier – um Missverständnisse auszuräumen – noch einmal daran erinnert, dass es sich hierbei um eine qualitative und nicht um eine quantitative Auswertung handelt. Die quantitative Auswertung findet sich im Artikel “Trekbarometer Teil 1”. Zu dem Einwand, die Mehrzahl der Fazit-Kommentare sei negativ konnotiert, ist anzumerken, dass es sich hierbei um jene Kommentare handelt, die eher eine eindeutige Position beziehen. Im gesamten Artikel (und auch im Textabschnitt über den Kommentaren) wird meiner Meinung nach aber sehr deutlich, dass das Gesamtbild insgesamt recht ausgewogen war. Und die quantitativen Ergebnisse zeichnen auch eher einen positiven Gesamteindruck.
    Zudem ist es ein häufig in Erscheinung tretendes Phänomen, dass Kritiker mitunter ein größeres Mitteilungsbedürfnis haben als jene, die vollends zufrieden sind. Ich denke, ein Blick in die Foren der sozialen Medien macht das sehr deutlich. Mein persönlicher (subjektiver) Eindruck war jedenfalls, dass Kritikpunkte dezidierter ausgeführt worden sind als die positiven Dinge. Ein gutes Beispiel hierfür sind z.B. die Löcher im Drehbuch: Wer sich daran stört, nennt zumeist auch explizit Beispiele. Diejenigen, die damit aber kein Problem haben (oder keine Logikprobleme erkennen können), sehen demzufolge auch keine Notwenigkeit, darauf im Detail einzugehen. Dementsprechend liegen hierfür auch keine entsprechenden Textpassagen vor.
    Daher nochmal: Bitte beachten, dass es sich hier um eine qualitative und keine quantitative Auswertung handelt! Die Auswahl der Fazit-Kommentare dient dazu, ein möglichst umfassendes Meinungsbild wiederzugeben. Dementsprechend sollten hier auch (möglichst) Dopplungen vermieden werden. Die Auswahl hat daher auch keinen Anspruch auf quantitative Genauigkeit! Hier verweise ich nochmals auf Teil 1 des Trekbarometers.

      Alex1605 · 16. Mai 2020 um 14:29

      @Matthias: Danke für die Info. Sollte keine Kritik sein. Die Zusammenhänge, die du gut dargestellt hast, hab ich mir fast gedacht. Nur weiter so!

        Matthias Suzan · 16. Mai 2020 um 14:34

        Hallo Alex1605, sachliche Kritik ist immer willkommen. Danke und viele Grüße!

Kira · 18. Mai 2020 um 22:55

Tja, ich habe nur einen Verbesserungsvorschlag für die SERIE: REBOOT mit neuem Produzenten. Eine zweite Staffel KANN nicht besser werden, da die Grundvoraussetzung – Picard als (auch noch gleichalter) Golem – absolut inakzeptabel und somit jedwede Fortsetzung selten dämlich und von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Kein Trekkie kann es glauben, daß Picard diesen Schritt gehen würde. NIEMALS! Das hatte er in TNG sehr deutlich gemacht.
Der Inhalt des Rebootes: Picard stirbt bei einem ehrenvollen Rettungseinsatz für die Romulaner (aber ohne die Mars-Scheiße) und zu seinen Ehren wird ein neues Raumschiff nach ihm benannt – USS PICARD – und dieses bricht in glorreiche föderationskonforme Forschungsreisen auf, um ferne Welten, fremde Galaxien……zu erforschen.

    Alex1605 · 19. Mai 2020 um 9:35

    @Kira: Da ich auch Trekkie bin: Das Ende der letzten Folge von Picard hat mir gut gefallen. Die Verwandlung von Picard in Data+ ist cool und glaubwürdig.

    Matthias Suzan · 19. Mai 2020 um 16:01

    Hallo Kira,
    ich würde eine Art „Reboot“ nach drei Staffeln gar nicht einmal für so unwahrscheinlich halten, nur eben in etwas anderer Form erwarten. Es ist durchaus denkbar, dass Patrick Stewart nach Staffel 2 oder 3 keine Lust (oder Kraft) mehr hat. Schon seit gefühlt ewigen Zeiten ist eine „Starfleet Academy“-Serie ein Thema im Franchise. Ich könnte mir vorstellen, dass man dafür keine neue Serie erschaffen muss, sondern man könnte ab z.B. Staffel 4 in „Picard“ einfach die Akademie-Jahre von Jean-Luc Picard zeigen. Da das frühe 24. Jahrhundert noch weitestgehend unbehandelt geblieben ist, fände ich diese Idee gar nicht mal so schlecht. Man könnte so auch die Lücke zwischen TOS und TNG schließen. Es wäre aber eben wieder ein Prequel mit Picard-Neubesetzung. Das gefällt womöglich nicht allen.

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